Erntedank- und Familiengottesdienst St. Pelagius

Wenn das Brot, das wir teilen – Erntedank-Altar in der Sankt Pelagius Basilika

Unter diesem Motto des Liedes stand der diesjährige Familiengottesdienst zu Erntedank, den das Familiengottesdienstteam gemeinsam mit zahlreichen engagierten Kindern auf die Beine gestellt hatte. Die Gemeinde erlebte eine ebenso nachdenkliche wie hoffnungsvolle Feier, die den Blick auf den achtsamen Umgang mit unseren Lebensmitteln und das Schätzen der Schöpfung lenkte.

Vom kleinen Korn zum täglichen Brot. Die Einführung spielte auf dem Pausenhof. Ein Schüler wirft gedankenlos sein Pausenbrot in den Müll. Ein Lehrer beobachtet die Szene, woraufhin sich ein Gespräch entwickelt. Eindrucksvoll zeigten die jungen Darsteller, wie viel Arbeit, Geduld und Sorge in jedem einzelnen Laib Brot stecken. Vom Pflanzen der winzigen Körner über das ständige Hoffen auf ausreichend Regen und Sonne bis hin zur Ernte und dem anschließenden Backen – unzählige Hände und Kräfte der Natur wirken zusammen, damit wir täglich satt werden können.

Staunen, Bewahren und Achtsamkeit. Diese Erkenntnis lud die Gemeinde zum Nachdenken ein. Während wir hierzulande über die Ernte staunen dürfen, zeigen der Klimawandel und anhaltende Dürren in vielen Regionen der Erde ein hartes Kontrastprogramm: wenig Wasser, kaum Brot und große Not. Die Botschaft des Tages war daher klar: Wir dürfen Lebensmittel nicht vergeuden und müssen behutsam mit unseren Ressourcen umgehen. Doch nicht nur Essen lässt sich teilen – auch ein gutes Wort, gute Laune und Freude sind Gaben, die unser Zusammenleben bereichern.

Gemeinschaft teilen wie die fünf Brote und zwei Fische. Das Evangelium des Tages griff das Motiv des Teilens auf und erzählte von der wundersamen Speisung der 5000 Menschen mit nur fünf Broten und zwei Fischen. Ein starkes Symbol dafür, was passiert, wenn Menschen gemeinsam essen und dabei geben, was sie haben. Wenn wir in der Gesellschaft, mit Nachbarn und Freunden füreinander da sind und teilen, dann reicht es für alle.

Ein liebevoll gestalteter Altar und Spenden für die Tafel. Auch optisch war das Erntedankfest ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit. Zahlreiche Frauen der Gemeinde hatten den Altar der Sankt Pelagius Basilika liebevoll mit Früchten und Gemüsesorten aus den heimischen Gärten geschmückt. Das leckere Brot auf dem Erntedankaltar wurde von Ulrike Rieger vom Nahkauf in Göllsdorf gespendet. Passend zum Leitgedanken wurde im Gottesdienst zudem für die Aktion „Eine Tüte voller Güte“ gesammelt, um haltbare Lebensmittel und Pflegeprodukte an die örtliche Tafel weiterzugeben.

Ehrung der Fleißigsten. Ein herzliches Dankeschön ging auch an die fleißigsten MinistrantInnen des letzten Jahres – Zelia Ciavarrella, Aurelia Hugger, Charlotte Stenzel und Moritz Hugger wurden für ihren zuverlässigen Dienst mit großem Applaus belohnt.  (b*st)

Moritz Hugger, Charlotte Stenzel, Aurelia Hugger, Zelia Ciavarrella, Pfr. Rieger